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Land Rover Defender TD5 110
EZ:
23.6.2000
Diesel
Motor: 2,5-Liter
Fünfzylinder-Turbodiesel
Leistung: 90 KW/122 PS
Hubraum: 2495 ccm |
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Nun zur den Ereignissen, wie es zu dem
Kauf des BMW kam, er hängt alles
zusammen, mit den anderen 4 Fahrzeugen.
Aber lest selbst: |
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Mit dem R4 hat alles begonnen. Als
meine Frau Kristina und ich uns 1996
kennen lernten, hatte sie ihr erstes
Auto: einen Renault R4. In diesem
Wagen stecken die ersten Jahre unserer
gemeinsamen Geschichte. Wir hatten uns
in einer Werbeagentur kennen gelernt,
waren damals 19 und 23 Jahre alt und
ständig mit dem Auto unterwegs. Kurz
machten wir uns kennen gelernt hatten
gingen wir gemeinsam nach Hamburg, wo
wir 4 Monate lebten und fast jeden
Abend etwas anderes machten. Wir zogen
durch Bars, durchs Schanzenviertel und
quer durch die Stadt — und der R4 war
immer dabei.
Dass diese Zeit einmal 30 Jahre
zurückliegen würde, konnte damals
niemand ahnen. Für meine Frau blieb
der Wunsch, irgendwann wieder einen R4
zu besitzen, all die Jahre lebendig.
Ich selbst schaute immer wieder einmal
eher nebenbei danach. Eines Tages fuhr
ich von Pfaffenwiesbach nach Usingen,
warf nur mit einem halben Auge einen
Blick in mobile.de und sah dort einen
R4 in Bordeauxrot — wie frisch vom
Band. Ich rief sofort bei dem Händler
in Nordhessen an und fragte, ob er
noch da sei. Er war noch da, und ich
sagte gleich: Bitte reservieren, ich
komme am Montag vorbei.
Als ich am Montag dort ankam, öffnete
der Händler das Tor zu seiner Halle.
Darin standen fast nur Oldtimer,
höchstens Youngtimer. Neben dem R4
stand ein orangefarbener DKW 1000 S
von 1963
—
und noch bevor ich mir den R4
überhaupt genauer ansehen konnte, war
es um mich geschehen. Ich war schock
verliebt in diesen DKW. Am Ende kaufte
ich den R4 — und den DKW gleich mit. |
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Am
Tag darauf überraschte ich meine Frau.
Wir stellten den R4 in Pfaffenwiesbach
im Dorf ab, und am Sonntag gingen wir
mit den Kindern und ihr spazieren.
Schon von Weitem rief sie: „Menschenskinder,
da steht mein Auto!“ Vielleicht ahnte
sie schon etwas. Doch wir liefen
einfach daran vorbei. Sie meinte noch:
„Ach Mensch, jetzt habe ich gedacht,
das ist eine Überraschung.“ Erst 50
Meter weiter hielt ich den Schlüssel
hoch. Die Freude war natürlich riesig.
Ein paar Tage später erzählte ich ihr
dann auch vom DKW. Und sie sagte in
jugendlichem Leichtsinn, natürlich im
Spaß: „Na ja, irgendwann können wir
uns ja noch einen roten Käfer kaufen.“
Dieser Satz setzte sich bei mir fest.
Also machte ich mich auf die Suche
nach einem roten Käfer. Wenige Tage
später fand ich in München bei einem
Händler einen Käfer von 1960, innen
weiß, außen rot. Und als wäre das
nicht genug, hatte derselbe Händler
auch noch einen grünen BMW Touring tii
von 1972 stehen. In diesen habe ich
mich dann ebenfalls schock verliebt.
Man kann es sich denken: Ich kaufte
beide Autos, ohne sie vorher angesehen
zu haben. Sie wurden auf einem Hänger
nach Usingen-Eschbach geliefert, wo
ich sie entgegennahm.
Mit meiner Frau verbindet mich nicht
nur die gemeinsame Zeit, sondern auch
die Welt der Werbung. Wir hatten uns
in einer Werbeagentur kennen gelernt
und auch während des Studiums immer
wieder in Agenturen gearbeitet.
In
Hamburg arbeitete meine Frau in einer
Agentur, die für Land Rover Anzeigen
machte. Im Jahr 2000 gestaltete sie
Werbeanzeigen für den Defender TD5 110
und andere Varianten mit. Und
irgendwie schwang seitdem immer mit:
Irgendwann könnten wir uns auch einen
Defender kaufen. |
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Vor zwei Jahren hatte ich schließlich
noch die finanziellen Mittel dafür.
Ich hatte über Jahre hinweg gesucht,
und dann stand in Berlin, in der
Remise, ein Defender, komplett
frame-off restauriert. Zwei Jahre lang
war in Polen alles zerlegt und
erneuert worden — wirklich alles, bis
hin zum Motor, der bereits 260.000
Kilometer gelaufen hatte.
Auch er
wurde komplett auseinander genommen
und vollständig neu gemacht. So kam
ich schließlich zu meinen fünf Autos.
Der R4 gehörte zuvor einem Franzosen,
der in Deutschland gelebt hatte und im
hohen Alter zurück nach Frankreich
wollte. Er besaß so viele Autos, dass
er sich von einigen trennen musste.
Beim Käfer gibt es nichts
Spektakuläres: Er hatte zwei
Vorbesitzer, darunter eine Familie in
München, die ihn lange besaß und immer
wieder ordentlich an ihm arbeitete.
Der DKW stammt aus der Sammlung eines
Herrn, der ungefähr 40 DKWs besitzen
soll. Mit ihm telefonierte ich am
Anfang sogar einmal, weil der DKW
ständig Probleme machte und oft nicht
ansprang. Daraus ergab sich eine
längere Geschichte, die in Frankfurt
spielte — aber das ist wieder eine
Geschichte für sich. Am Ende fragte er
mich sogar, ob ich nicht noch weitere
DKWs kaufen wolle. Dazu kam es dann
aber doch nicht. Schließlich bin ich
ja nicht verrückt
😂
Der BMW Touring hat ebenfalls keine
spektakuläre Geschichte. Er gehörte
einem Münchner aus der Schickeria, der
selbst viel an dem Wagen geschraubt
und viel Hand angelegt hatte.
Und der Defender wiederum wurde
ebenfalls von einem Franzosen
gefahren. Mit ihm war er weit in
Afrika unterwegs und machte sogar eine
Asienrundreise. Seine 260.000
Kilometer erzählen also von einem sehr
bewegten Leben.
So
sind diese fünf Autos nicht einfach
nur Fahrzeuge. Jedes von ihnen ist auf
seine Weise mit einer Station unseres
Lebens verbunden: mit den Anfängen
unserer Beziehung, mit Hamburg, mit
Erinnerungen, mit spontanen
Entscheidungen und mit Sätzen, die
erst im Spaß gesagt werden und dann
doch Wirklichkeit wurden. |
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