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Martin's BMW 200 tii

 

BMW Touring 2000 tii

EZ: 16.06.1972

Benziner

Motor: 4 Zylinder (Reihe)

Leistung: 96 KW/131 PS

Hubraum: 1977 ccm

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Nun zur den Ereignissen, wie es zu dem Kauf des BMW kam, er hängt alles zusammen, mit den anderen 4 Fahrzeugen. Aber lest selbst:
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Mit dem R4 hat alles begonnen. Als meine Frau Kristina und ich uns 1996 kennen lernten, hatte sie ihr erstes Auto: einen Renault R4. In diesem Wagen stecken die ersten Jahre unserer gemeinsamen Geschichte. Wir hatten uns in einer Werbeagentur kennen gelernt, waren damals 19 und 23 Jahre alt und ständig mit dem Auto unterwegs. Kurz machten wir uns kennen gelernt hatten gingen wir gemeinsam nach Hamburg, wo wir 4 Monate lebten und fast jeden Abend etwas anderes machten. Wir zogen durch Bars, durchs Schanzenviertel und quer durch die Stadt — und der R4 war immer dabei.

Dass diese Zeit einmal 30 Jahre zurückliegen würde, konnte damals niemand ahnen. Für meine Frau blieb der Wunsch, irgendwann wieder einen R4 zu besitzen, all die Jahre lebendig. Ich selbst schaute immer wieder einmal eher nebenbei danach. Eines Tages fuhr ich von Pfaffenwiesbach nach Usingen, warf nur mit einem halben Auge einen Blick in mobile.de und sah dort einen R4 in Bordeauxrot — wie frisch vom Band. Ich rief sofort bei dem Händler in Nordhessen an und fragte, ob er noch da sei. Er war noch da, und ich sagte gleich: Bitte reservieren, ich komme am Montag vorbei.

Als ich am Montag dort ankam, öffnete der Händler das Tor zu seiner Halle. Darin standen fast nur Oldtimer, höchstens Youngtimer. Neben dem R4 stand ein orangefarbener DKW 1000 S von 1963

— und noch bevor ich mir den R4 überhaupt genauer ansehen konnte, war es um mich geschehen. Ich war schock verliebt in diesen DKW. Am Ende kaufte ich den R4 — und den DKW gleich mit.

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Am Tag darauf überraschte ich meine Frau. Wir stellten den R4 in Pfaffenwiesbach im Dorf ab, und am Sonntag gingen wir mit den Kindern und ihr spazieren. Schon von Weitem rief sie: „Menschenskinder, da steht mein Auto!“ Vielleicht ahnte sie schon etwas. Doch wir liefen einfach daran vorbei. Sie meinte noch: „Ach Mensch, jetzt habe ich gedacht, das ist eine Überraschung.“ Erst 50 Meter weiter hielt ich den Schlüssel hoch. Die Freude war natürlich riesig.

Ein paar Tage später erzählte ich ihr dann auch vom DKW. Und sie sagte in jugendlichem Leichtsinn, natürlich im Spaß: „Na ja, irgendwann können wir uns ja noch einen roten Käfer kaufen.“ Dieser Satz setzte sich bei mir fest. Also machte ich mich auf die Suche nach einem roten Käfer. Wenige Tage später fand ich in München bei einem Händler einen Käfer von 1960, innen weiß, außen rot. Und als wäre das nicht genug, hatte derselbe Händler auch noch einen grünen BMW Touring tii von 1972 stehen. In diesen habe ich mich dann ebenfalls schock verliebt. Man kann es sich denken: Ich kaufte beide Autos, ohne sie vorher angesehen zu haben. Sie wurden auf einem Hänger nach Usingen-Eschbach geliefert, wo ich sie entgegennahm.

Mit meiner Frau verbindet mich nicht nur die gemeinsame Zeit, sondern auch die Welt der Werbung. Wir hatten uns in einer Werbeagentur kennen gelernt und auch während des Studiums immer wieder in Agenturen gearbeitet. In Hamburg arbeitete meine Frau in einer Agentur, die für Land Rover Anzeigen machte. Im Jahr 2000 gestaltete sie Werbeanzeigen für den Defender TD5 110 und andere Varianten mit. Und irgendwie schwang seitdem immer mit: Irgendwann könnten wir uns auch einen Defender kaufen.

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Vor zwei Jahren hatte ich schließlich noch die finanziellen Mittel dafür. Ich hatte über Jahre hinweg gesucht, und dann stand in Berlin, in der Remise, ein Defender, komplett frame-off restauriert. Zwei Jahre lang war in Polen alles zerlegt und erneuert worden — wirklich alles, bis hin zum Motor, der bereits 260.000 Kilometer gelaufen hatte. Auch er wurde komplett auseinander genommen und vollständig neu gemacht. So kam ich schließlich zu meinen fünf Autos.

Der R4 gehörte zuvor einem Franzosen, der in Deutschland gelebt hatte und im hohen Alter zurück nach Frankreich wollte. Er besaß so viele Autos, dass er sich von einigen trennen musste. Beim Käfer gibt es nichts Spektakuläres: Er hatte zwei Vorbesitzer, darunter eine Familie in München, die ihn lange besaß und immer wieder ordentlich an ihm arbeitete.

Der DKW stammt aus der Sammlung eines Herrn, der ungefähr 40 DKWs besitzen soll. Mit ihm telefonierte ich am Anfang sogar einmal, weil der DKW ständig Probleme machte und oft nicht ansprang. Daraus ergab sich eine längere Geschichte, die in Frankfurt spielte — aber das ist wieder eine Geschichte für sich. Am Ende fragte er mich sogar, ob ich nicht noch weitere DKWs kaufen wolle. Dazu kam es dann aber doch nicht. Schließlich bin ich ja nicht verrückt 😂

Der BMW Touring hat ebenfalls keine spektakuläre Geschichte. Er gehörte einem Münchner aus der Schickeria, der selbst viel an dem Wagen geschraubt und viel Hand angelegt hatte.

Und der Defender wiederum wurde ebenfalls von einem Franzosen gefahren. Mit ihm war er weit in Afrika unterwegs und machte sogar eine Asienrundreise. Seine 260.000 Kilometer erzählen also von einem sehr bewegten Leben.

So sind diese fünf Autos nicht einfach nur Fahrzeuge. Jedes von ihnen ist auf seine Weise mit einer Station unseres Lebens verbunden: mit den Anfängen unserer Beziehung, mit Hamburg, mit Erinnerungen, mit spontanen Entscheidungen und mit Sätzen, die erst im Spaß gesagt werden und dann doch Wirklichkeit wurden.

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