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Lucy, das etwas andere Alltagsfahrzeug

 
Lucy, ein 1200 Standart-Käfer, gebaut 1974, erstmals zugelassen in Köln, damals zu einem Preis von 5650 DM gekauft, leucht-orange, mit 34 PS ist mein Alltagfahrzeug, eines von über 21 Millionen.

Seit nunmehr als 2 Jahre fahre ich diesen zuverlässigen Wagen, der sich seit 1999 in meinem Besitz befindet. Vorher diente er aber als Zweitwagen, aber nachdem ich aus familiären Gründen nun seit knapp 2,5 Jahren dieses Auto als Alltagswagen fahre, sind 69.000 Kilometer mehr auf der Uhr und das schweißt zusammen.

Wir fahren Tag ein, Tag aus ca.70 km durch den Taunus zur Arbeit und mindestens 1x am Tag auch über die Saalburg ( B456) . Wir trotzen jedem Wetter, ob Regen, Eis, Schnee oder Wind, es ist was ganz besonderes. Gut der Wind , vor allem der Seitenwind ist nicht immer schön, zumal das Auto bei starkem Wind von Zeit zu Zeit einen Satz nach links oder rechts macht, je nachdem von wo der Wind kommt.

Aber sonst läuft alles bestens, bei Schnee kann man durch zurückschalten auch fast ohne Bremse fahren, wo heutige Autos ein ABS benötigen. Sicher passive Sicherheit wie ABS, Airbags, ESP usw. ist nicht zu verachten, aber da es nicht vorhanden ist , muss man eben voraus schauend fahren und damit klar kommen. Unser Postbote sagte mal, das bis in die siebziger Jahre der Käfer das einzig richtige gute Winterauto war.

Bis vor 2 Jahren stand Lucy ja noch im Freien, deshalb baute ich ein Carport, wo sie fortan darunter stehen kann und so auch der Kälte trotzen kann. Die Einrichtung hat sich bereits 2 Jahre bewährt. Sie ist recht praktisch, wenn es stürmt und schneit, und Lucy steht immer schön trocken, wenn wir gerade nicht unterwegs sind.

Bis 2001 war Lucy ja noch orange, nun ist sie ein Patchworkkäfer, da wir einen Unfall hatten und neue Kotflügel und eine Haube hermusste. So ist sie nun mit gelber Haube und roten und Beigen Kotflügel unterwegs, der Rest ist natürlich orange geblieben. Zusätzlich gönnte ich uns mal ein paar H4 Scheinwerfer.

2001 kam dann auch die AHK, den beim Gärtnern ist ein Käfer von seiner Bauart etwas unpraktisch, aber wer fährt schon gerne Sand, Kies, Zement oder Gestrüpp in seinem Auto spazieren und so ist der 400kg Anhänger gerade zu ideal, wie auf einem der Bilder zu sehen.

Aber nun zu den Erlebnissen.

Einmal im Winter hatten wir an der Saalburg so starken Wind, das die Scheibenwischer hängen blieben und den Dienst versagten, an der Dea -Tankstelle in Wehrheim richtet ich das Ganze dann wieder und es ging weiter.

Oder ein anderes Mal im Winter in Frankfurt riss mir der Gaszug, leider erwischte ich den Tag als es ungefähr –15 Grad war und zahlreiche Batterien anderer Autos versagten , so das der ADAC viel zu tun hatte und ich mir ein paar Stunden die Beine in den Bauch stand Ziemlich durchgefroren ,brachte er mich dann so gegen 23.00 Uhr nach Hause.

Aber es gibt natürlich auch Positives zu berichten. Die schönen Winterfahrten bei geschlossener Schneedecke durch den Taunus, die schönen Ausfahrten im Sommer mit anderen Käferfreunden und deren Käfer, z.B. dieses Jahr fuhren wir mit Lucy und Herrn Schmidt ( der blaue 1303) nach Braunfels über Cleeberg, weiter nach Weilburg und wieder zurück und natürlich nicht die Hauptstraßen , sondern die Nebenstraßen, was viel mehr Freude machte.

Wir bestritten auch die Oldtimerausfahrt des Hochtaunus-Automobilclubs , was wieder richtig Spaß machte.

Auch Urlaubsfahrten sind eine Wohne mit diesem Auto, da kann man noch was erleben. Dieses Jahr Nordsee war sehr schön ( zu sehen unter „ Käfer-Geschichten) und da ja in Norddeutschland interessanterweise Käfer Mangelware sind ( zumindest in Friedrichskoog) fielen wir natürlich auf. Es ist schon witzig, wo man auch hinkommt, sprechen einem die Leute sogleich an und sei es nur um uns mitzuteilen, dass sie auch einen hatten.
 
Das war 2003, jetzt sind noch weitere 3 Jahre vergangen und wir haben in den letzten 7 Jahren seitdem Lucy bei uns wohnt, mit ihr ca. 120.000 km zusammen verbracht. Es gab viele Höhen und Tiefen die überwunden wurden und doch waren wir ein gutes Team.
Jetzt, da sie schon 32 Jahre alt ist und leider der TÜV nicht mehr die Zusage für die Straßentauglichkeit gab, geht Lucy in den Ruhestand.
Das heißt jetzt nicht, das sie für immer aus dem Verkehr gezogen worden ist, nein sie steht nur in Ruhe zur Zeit. Hermine hat sich nämlich dazwischen gedrängelt, ein blauer VW 1300 Baujahr 1971, dieser  vertritt Lucy bis sie wieder fahrtüchtig sein wird.


Bis bald
Lucy

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